Marie_ Uta Bierbaum
Sabel_ Ariane Ott
Regie_ Marlen Pelny
Kamera_ Beate Kunath
Licht_ Hendrik Reichel
Ton_ Yvonne Zückmantel, Sylvia Steinhäuser
Schnitt_ Beate Kunath
Musik_ Marlen Pelny
Musikproduktion_ Elias Struck / Tonfabrik
Produktion_ Marlen Pelny, [bi:kei]productions, Chemnitzer Filmwerkstatt
Dank an_ Maren Wamhoff, Katrin Blanke, Aga Malecka, Jens Elze, Nikolas Basler,
Dorit Horn, Dagmar Schnürer, Léda und Finn Som Forgó, Jana Teuchert
Kommentar der Regisseurin Marlen Pelny_
Die Idee zu dem Film MARIE entstand durch paralleles Schreiben an einer Kurzgeschichte und einem Song. Ich sah die Figuren immer deutlicher vor mir und wollte ihnen auch die Stimme für einen Film geben. Das Thema Inzest verfolgt mich seit einigen Jahren. Immer wieder frage ich mich, ob das Verbot in unserer Gesellschaft, jemanden zu lieben, mit dem man verwandt ist, sinnvoll ist oder nicht. Hauptsächlich geht es ja darum, dass sich Verwandte nicht fortpflanzen, weil die Gefahr der Behinderung der Nachkommen zu hoch ist. Natürlich stellt sich mir einerseits die Frage, ob Behinderte weniger Recht auf Leben haben, als nicht behinderte Menschen. Andererseits, was passiert, wenn es eine homosexuelle Verbindung ist. Eine Antwort auf alle diese Fragen zu finden ist schlichtweg unmöglich, deshalb will ich diese Fragen nicht nur mir selbst gestellt haben. Ich habe im Film keine der Fragen versucht zu beantworten, sondern das Ziel verfolgt, die Zuschauer beide Figuren verstehen lassen zu können, die eine, die sich abwendete, die andere, der die Verwandtschaft egal gewesen ist, um sich dadurch bestenfalls hinterher selbst all diese Fragen zu stellen.
© 2009
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