BRD 2008, 3:49min, 35mm (gedreht auf 16mm), schwarz-weiss, stereo
Eine junge Frau begegnet ihrem neuen Nachbarn auf eine ungewöhnliche Art und Weise.
Die Idee zu diesem Kurzfilm entstand nach einer wahren Begebenheit.
#02 Der Nachbar ist die zweite Episode einer Serie aus Kurzfilmen
die von absurden zwischenmenschlichen Begegnungen handeln.
2006 entstand der Kurzfilm #01 Hygienist, als erste Episode.
Regie_ Beate Kunath und Marlen Pelny Schauspiel_Ariane Ott, Tilo Krügel, Beate Kunath Idee_ Ulrike Übermuth Buch_ Beate Kunath und Marlen Pelny Kamera_ Beate Kunath Kameraassistenz/ Licht_Thomas Beckmann Ton_ Jan Soldat Requisite/ Standfotos_ Yvonne Zückmantel Tonmischung_ Lutz Zoglauer Musik_ Marlen Pelny Musikproduktion_ Elias Struck/ Tonfabrik Produktionsleitung_ Beate Kunath Produktion_ [bi:kei]productions in Zusammenarbeit mit der Chemnitzer Filmwerkstatt Förderung_ Sächsische Landesmedienanstalt (SLM)
Kommentar der Filmemacherin Marlen Pelny_
Eine gute Freundin erzählte mir die Geschichte, auf der dieser Film basiert.
Nachdem sie sie erlebt hatte, fürchtete sie sich vor ihrem Nachbarn und davor, weiter in diesem Haus, und vor allem, neben ihm zu wohnen.
Als ich ihr sagte, dass ich die Geschichte weitergetragen habe, was zum Resultat einer Verfilmung führen soll, freute sie sich. Und ich merkte, dass sie nun nicht nur wahr nehmen konnte, dass es eine komische Geschichte ist, die sie da erlebte, sondern dass sie dadurch auch die Chance hatte, ihren Nachbarn nun mit anderen Augen zu sehen.
Wir unterdessen, übernahmen die Story nicht eins zu eins, sondern schrieben sie etwas um, da wir genau diesen Effekt erzielen wollten, mit zwei gleichberechtigten Figuren zu arbeiten.
Wir haben uns in die Rolle dieses Nachbarn versetzt um zu verstehen, warum er so handelte.
Unser Ziel ist es nicht, sich vor ihm zu fürchten, sondern seine Handlung nachvollziehen zu können. Die Rolle der jungen Frau haben wir ähnlich ausgebaut. Ihr geht es darum, ihre Wohnung fertig zu renovieren, ein angenehmes Wohnklima zu haben und sich zuhause zu fühlen. Den Nachbarn nimmt sie so an, wie er ist, aber sie zeigt auch ihre persönlichen Grenzen, wenn diese erreicht sind. Im Grunde geht es hier um eine Geschichte, die, in einer ähnlichen Art und Weise, jeder von uns schon einmal erlebt hat und genau so filmisch umgesetzt wurde. Damit besteht die Möglichkeit, dem Zuschauer das Gefühl zu geben, quasi gerade selbst auf der Leinwand gezeigt zu werden, mit welcher Rolle auch immer er sich identifiziert.